Schimmel im Bad entfernen – Tipps & Tricks

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Schimmel ist ein Überbegriff für mehrere Arten von Schimmelpilzen, die sowohl im Freien als in Innenräume zu finden sind. Schimmelpilze finden sich in vielen Lebensmitteln wie Käse, machen diese aromatischer und fördern die Gesundheit des Menschen. Andererseits sind Schimmelpilze, die sich in Innenräumen wie Badezimmern festsetzen, gefährlich für die Gesundheit des Menschen. Sie sind in der Lage, Vergiftungen, allergische Reaktionen oder Krankheiten auszulösen.

Drei Faktoren begünstigen die Bildung von Schimmelpilzen in Innenräumen: Feuchtigkeit, Temperatur und Nährstoffangebot. Da Schimmelpilze in einem breiten Temperaturbereich (die Wohlfühltemperatur von Schimmelpilz liegt zwischen 15 und 30 Grad) wachsen und in vielen Materialien den geeigneten Nährboden finden, ist Feuchtigkeit der ausschlaggebende Faktor für ihre Bildung. Das bedeutet, zu viel Feuchtigkeit im Badezimmer bietet Schimmelpilz die geeignete Lebensgrundlage. Ein Übriges, um Schimmelpilz zu fördern, tut mangelnder Luftaustausch.

In welchen Materialien bildet sich Schimmel und wie äußert er sich?

Egal, ob Beton, Zement, Holz, Tapete, Farbe oder Kunststoff. Schimmel ist in der Lage, sich nahezu überall zu bilden. Weiterhin sind oftmals Materialien betroffen, die dem Schimmel selber keine Nährstoffe bieten, wie Glas. Es genügt, wenn sich Luftpartikel und Staub vermischen und auf Glas absetzen.

Schimmel lässt sich in der Regel an kleinen grauen Flecken erkennen. Die Ausnahme von der Regel ist nicht sichtbarer Schimmel, der sich beim Betreten der Wohnung durch einen muffigen Geruch bemerkbar macht. In diesem Fall bedarf die Entfernung der Hilfe eines Fachmanns.

Die Hauptursachen für Schimmel

Die Ursachen für Schimmel sind in der Regel mangelndes Lüften und Heizen sowie eine schlechte Wärmedämmung. Weiterhin bieten Wärmebrücken (undichte Stellen) und Risse in der Fassade Feuchtigkeit die Möglichkeit, ins Haus zu dringen. Andere Ursachen für Schimmel sind ein Rohrbruch oder ein defektes Dach, durch das Wasser eindringt.

Wie lässt sich Schimmelpilz im Bad entfernen?

Bei großflächigem Schimmelbefall muss der Rat eines Fachmanns her. Bei kleinem Schimmelbefall bieten sich Hausmittel an. Vor allem für den, der vorhat, die Chemiekeule zur Entfernung von Schimmel zu vermeiden. Eines der wirksamsten Hausmittel ist Essig. Voraussetzung für die Wirksamkeit von Essig bei der Schimmelbekämpfung ist eine Einwirkzeit von einer halben Stunde oder länger, um die Sporen abzutöten.

Kleine von Schimmelpilz befallene Stellen lassen sich außerdem mit Alkohol (70 bis 80 Volumenprozenten) aus der Apotheke reinigen. Anschließend die behandelte Stelle kräftig abbürsten, um Restschimmel zu vermeiden. Für das Abbürsten von Fliesenfugen stellt der Handel spezielle Fugenbürsten zur Verfügung. Weiter Schimmelkiller sind Wasserstoffperoxid und Brennspiritus. Dagegen sind chorhaltige Mittel ungeeignet, da ihre Dämpfe in der Lage sind, die Schleimhaut zu reizen.

Wenn die Fliesenfugen starken Schimmelbefall zeigen, am besten ausschleifen. Dies ist die Aufgabe eines Fachmanns, ansonsten besteht die Gefahr von Beschädigungen der anliegenden Fliesenränder. Nach dem Ausschleifen stellt der Fachmann die Fugen neu her.

Grundsätzlich gilt: Bei der Entfernung von Schimmel Gummihandschuhe tragen und alle Tücher und Lappen, die der Entfernung dienten, entsorgen. Ansonsten verbreiten sich die Sporen über diese Utensilien weiter. Ein Tipp: Für das Streichen von Wänden in Feuchträumen eignen sich diffusionsoffene Farben. Diese verhindern Staunässe und beugen auf diese Weise Schimmelpilzbildung vor.