Hochdruckreiniger – Nicht nur im Garten ein wertvoller Helfer!

hochdruckreiniger

Im Frühjahr lockt die Sonne uns nach draußen. Im Garten stehen die ersten Arbeiten an. Gartenmöbel und Wege, aber auch Terrassen müssen gereinigt werden. Der Hochdruckreiniger ist dazu ein nützlicher Helfer. Unser Tipp: Vor dem Kauf einen aktuellen Hochdruckreiniger Test anschauen! Mit seiner Hilfe befreit man relativ mühelos Gartenmöbel, Terrassen und Wege von Dreck, Rost und Moosbesatz. Aber er kann noch mehr.

Wie funktioniert ein Hochdruckreiniger?

Der Hochdruckreiniger wird an die Wasserleitung und an die Stromversorgung angeschlossen. Im Innern des Geräts befindet sich neben dem Wassertank ein Motor, der eine Pumpe antreibt. Diese Pumpe befördert das Wasser, dem bei vielen Modellen ein Reinigungsmittel zugegeben werden kann, zu der Hochdruckpistole. Wird diese betätigt, schießt das Wasser als Strahl unter hohem Druck aus dem Behälter. Der gewünschte Druck ist einstellbar.

Der unter hohem Druck stehende Wasserstrahl erleichtert nicht nur die Reinigung von Geräten, Wegen und Platten, sondern spart auch Wasser. Der Wasserspareffekt ergibt sich aus der effektiveren Nutzung der Wassermenge. Für die verschiedenen Anwendungsfälle des Hochdruckreinigers werden Zubehörteile wie Bürsten, Flachdüsen oder Dreckfräsen angeboten.

Gartenmöbel mit dem Hochdruckreiniger behandeln

Gartenmöbel aus Holz, Kunststoff oder Metall lassen sich mit diesem Gerät gut reinigen. Allerdings muss man dabei Rücksicht auf das jeweilige Material nehmen. Möbel aus Holz sind relativ empfindlich. Daher sollte man einen Meter Abstand einhalten, mit einem Druck von höchstens 50 bar arbeiten und nur milden Haushaltsreiniger dem Wasser zufügen. Es werden auch spezielle Reiniger für Holzmöbel angeboten. Diese enthalten einen UV-Schutz sowie einen Schutz gegen Fäulnis.

Bei Kunststoffmöbeln kommt es auf die Materialstärke an. Dünner Kunststoff ist gegenüber dem Wasserstrahl ähnlich empfindlich wie Holz. Stärkeres Material ist unempfindlicher. In diesem Fall kann der Abstand auf einen halben Meter verringert und der Druck auf bis zu 80 bar erhöht werden. Soll ein Reinigungsmittel verwendet werden, muss man darauf achten, dass es für Kunststoff geeignet ist. Möbel aus Metall sind gegen den Wasserstrahl am unempfindlichsten. Sie sind aber auch wesentlich anfälliger für Rost und Moosbesatz.

Um dies wirkungsvoll zu bekämpfen, kann man mit dem Wasserstrahl bis auf 30 cm an die Möbel herangehen und den Druck auf über 100 bar erhöhen. Auch Gartengeräte wie Schubkarren oder Spaten lassen sich gut mit einem Hochdruckreiniger vom Dreck befreien. Achten Sie dabei aber darauf, dass die Geräte so platziert werden, dass sie nicht durch den Wasserstrahl umgeschmissen werden. Spezielle Reiniger für Metall sind mit einem Korrosionsschutz versehen. Damit schützt man die Geräte oder Möbel zusätzlich.

Gartenwege reinigen

Auf den Gartenwegen setzt sich neben Dreck auch gerne Moos fest. Dieses befindet sich nicht nur auf den Gehwegplatten, sondern auch in den Ritzen dazwischen. Mit der Dreckfräse des Hochdruckreinigers lässt sich das Moos leicht und umweltverträglich entfernen. Die Dreckfräse ist ein Spezialventil, das einen Rotationsstrahl erzeugt. Für ein effektives Arbeiten ist ein Abstand von ca. 30 cm zur Plattenoberfläche ideal. Ein spezieller Steinreiniger hilft, Algen und Moos zu bekämpfen und die Wiederansiedlung zu erschweren.

Fahrzeuge mit dem Hochdruckreiniger reinigen

Auch zum Reinigen von Fahrzeugen eignet sich ein Hochdruckreiniger ganz hervorragend. Allerdings muss man entsprechend vorsichtig arbeiten, um den Lack nicht zu beschädigen. Mit einem möglichst breit eingestellten Wasserstrahl wird zuerst der grobe Schmutz entfernt. Anschließend wird dem Wasser ein spezielles Reinigungsmittel zugegeben. Damit wird das Fahrzeug abgespritzt und nach einer kurzen Einwirkzeit wird mit klarem Wasser nachgespült. Anschließend lässt man das Fahrzeug trocknen. Bei allen Arbeiten mit Wasserstrahl sollte ein Mindestabstand von 25 cm eingehalten werden.

So nutzen Sie den Hochdruckreiniger richtig

Vor der Nutzung des Gerätes kontrollieren Sie den Hochdruckschlauch zwischen Behälter und Druckpistole. Er darf keinerlei Beschädigungen aufweisen. Durch den hohen Druck des Wassers reißen auch kleine Löcher oder Risse auf und es kann zu Unfällen und Beschädigungen von Gegenständen kommen.

Achten Sie darauf, dass die für die Stromversorgung verwendete Steckdose außerhalb des Spritzbereiches des Hochdruckreinigers liegt. Durch den hohen Druck können kleine Wassertröpfchen in kleinste Ritzen dringen und so zu Kurzschlüssen führen.

Der Druck des Wasserstrahls kann mehr als 100 bar betragen. Das ist für Menschen und Tiere ausgesprochen gefährlich. Daher darf der Strahl nie auf einen Menschen oder ein Tier gerichtet werden. Sie sollten auch Ihre Hände nicht in den Wasserstrahl halten. Das würde sofort zu Hautverletzungen führen.

Bei der Reinigung mit dem Wasserstrahl fliegen oft kleine Dreckpartikel, Steinchen oder Lackstückchen herum. Deshalb sollten sich keine anderen Menschen oder Tiere in unmittelbarer Nähe befinden. Sie selber sollten während der Arbeit eine Schutzbrille tragen, um Ihre Augen vor Verletzungen zu schützen.Nach dem Ende der Arbeiten wird der Hochdruckreiniger von der Wasserversorgung getrennt. Anschließend werden der Schlauch und die Pistole durch Drücken der Pistole entlastet.